Worte, die gut tun

 

Wir sind inzwischen fast am Ende der Passionszeit.

„Sieben Wochen ohne“ ist das Motto einer Fastenaktion. Diesmal: „ohne Lügen“. Eine gute Sache.

Was ist nach den sieben Passions-wochen „ohne“? Wie wäre dies: eine „Osterzeit Plus“… oder eine „Osterzeit mit“.  50 Tage von Ostern bis Pfingsten nicht ohne diese drei Worte:

Bitte. Danke. Entschuldigung.

 

Drei Worte, die Gemeinschaft stiften.

Zunächst das Wort: Bitte. Nicht einfach fordern oder bedrängen, sondern bitten. Das heißt: Dem Gegenüber das Gute zutrauen. Hoffen, dass er meine Bitte ernst nimmt und sie nach Möglichkeit auch erfüllt. Die Bitte appelliert an die Freiheit und das gute Herz der Anderen.

 

Das zweite Wort heißt: Danke.

Das bedeutet, das nicht einfach als selbstverständlich anzunehmen, was der Andere mir Gutes tut nach dem Motto: Nicht kritisieren ist schon Lob genug. Es ist wichtig, Dank immer wieder auch auszusprechen. Nicht nur für das Gegenüber, sondern für den Dankenden selbst. Damit er offenherzig bleibt und nicht engstirnig wird in seiner Welt. Außerdem: Wer sich über ein Wort des Dankes freut, sollte selbst nicht sparsam damit umgehen.

 

Das dritte Wort: Entschuldigung.

Das geht vielen Menschen leider nur schwer über die Lippen. Sie meinen, dass sie nichts falsch machen oder nichts falsch machen dürfen. Sie gestehen sich selbst keine Fehler zu. Deshalb verteidigen sie sich, auch dann, wenn sie im Unrecht sind. Eigentlich brauchen sie dann auch die Vergebung Gottes nicht. Statt zu verteidigen lasst uns üben zu sagen: Entschuldigung. Das war falsch von mir. Es fällt niemandem ein Stein aus der Krone, wenn er sich entschuldigt. Im Gegenteil. Wo eine Entschuldigung auf fruchtbaren Boden fällt, dort kann sehr viel gedeihen und gelingen!

Ich kenne die Meinung, dass eine Entschuldigung ja eigentlich unnötig ist. Weil es die doch eigentlich nur brauche, wenn es einen echten Grund dafür gäbe. Ist das nicht Wunschdenken? Wie schnell sind wir mit dem falschen Wort – oder bösen Wort – zur Stelle und ehe wir uns versehen, ist es auch ausgesprochen. Da ist es gut, wenigstens „es tut mir leid“ sagen zu können.

Bitte. Danke. Entschuldigung. Drei Worte, die nicht wie Sand, sondern wie Öl im Getriebe des Zusammenlebens wirken. Drei Worte, die wir auch Gott gegenüber immer wieder sagen. Und wir vertrauen darauf, dass er uns hört.

 

Friedhelm Schrader

 

Die Losung des Tages:

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