Trinitatis, Dreieinigkeit:

Gott - drei und doch eins:     Gott Vater , Gott Sohn , Gott Heiliger Geist.

 

Bedenken wir zunächst Gott als den Vater:Schon die Juden haben Gott als ihren Vater angesehen. Vielleicht weniger der Einzelne, aber doch das Volk insgesamt:  Israel  betrachtete sich als Kind Gottes.

Bei Jesus ist dann mit “Vater” nicht nur eine Respektsperson gemeint, die höchste Autorität in der Familie, sondern er spricht vom himmliischen Vater in der vertrauten Weise, in der Kinder in Geborgenheit mit ihrem Vater sprechen können. Jesus nennt ihn liebevoll "Abba." Abba - lieber Papa wörtlich genommen. Daraus erwächst bereits  eine Frucht der Lehre von der Dreieinigkeit: Dass Gott sich überhaupt anrufen läßt und daß wir Gott nicht als kühl über uns thronende Allmacht, sondern als liebenden Vater erfahren.

 

Zum Zweiten ist  Gott nicht nur Vater.

Als Jesus die Jünger zu beten lehrte: "Vater unser", hat er sich dabei in das "unser” nicht miteingeschlossen. Im Gegenteil. Er unterscheidet sorgfältig und spricht immer von "meinem Vater" und "eurem Vater". So sehr Jesus unser Bruder ist, im Blick auf den himmlischen Vater steht er mit uns nicht auf einer Stufe. Er  ist anders Sohn als wir Söhne und Töchter und Kinder Gottes sind.

Jesus ist Gottes Sohn in unüberbietbarer Weise. Als die junge Kirche nach Pfingsten anfängt, über die Worte Jesu und die Ereignisse seines Todes und seiner Auferstehung nachzu­denken, wird ihr immer klarer: Wer Jesus sieht, der sieht den Vater.

Was bedeutet das in letzter Konsequenz? Das heißt, dass Gott nicht nur etwas gab, sondern in seinem Sohn nicht weniger als sich selbst. Das heißt, das Gott nicht nur vorübergehend gab, um seine Gabe unter Umständen - wenn wir uns schlecht benehmen - wieder zurückzuziehen. Nein, definitiv hat er alles gegeben. Wir können uns unbedingt darauf verlassen. Das heißt, dass er damit seine Gabe wirklich gab; nicht nur ein bisschen davon oder teils teils. Er hat sich uns ausgeliefert.

 

Drittens bedarf es noch eines Gotteswerkes. In Jesus ist Gott herabgestiegen auf die Erde, hat sich erniedrigt bis am Kreuz. Für die Welt. Und im Heiligen Geist geht Gott nun in das einzelne Herz des Menschen ein. Selbst diesen Gang in das Herz des Einzelnen muß Gott noch selber gehen. Und geht ihn auch. So persönlich ist dieser Gottesglaube. Er bleibt nicht auf Abstand, sondern gibt sich selbst in unser Herz.  So sehr die Dreieinigkeit letztlich ein Geheimnis bleiben muß: Der Sinn der Dreieinigkeitslehre ist einfach, so dass jedes Kind sie verstehen kann: Es ist nur ein Gott, aber dieser Gott ist die vollkommene Liebe und als solcher ist er Jesus Christus und Heiliger Geist. Und darin ist er uns nahe.

 

Die Dreieinigkeitslehre ist nur der schwache Lobpreis der Menschen auf die überwältigende Liebe Gottes.Sie ist Aufruf zum Anbeten, zur Ehrfurcht, zum Lieben.

 

Friedhelm Schrader

 

 

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