Jesus Christus spricht: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!

Johannes 14, 1

 

Unmittelbar vor diesem Wort Jesu kündigt Jesus Simon Petrus an, wie dieser ihn verleugnen wird. Petrus, der erklärt, Jesus überall hin zu folgen, wird das Scheitern voraus gesagt. Jesus enttäuscht Petrus. Anschließend mahnt Jesus, zu glauben.  Das ist schon dramatisch.

 

Den Gedanken, von Jesus verlassen zu werden, ertragen die Jünger.  Wie kann ich glauben, ohne zu sehen? Wie kann ich Jesus gegenwärtig erfahren trotz allen menschlichen Unvermögens, das gerade Petrus so bitter erleben muss? Mit dieser Spannung leben wir bis heute.

 

Euer Herz erschrecke nicht. Wirklich nicht? Im Herzen sind wir barfuß. Heißt es in einem Buchtitel. Wo wir barfuß gehen, spüren wir jedes kleine Kieselsteinchen, jede Unebenheit. Jede Veränderung, die selbst das Auge nicht wahrnimmt. Wer barfuß geht, verletzt sich leicht. Andererseits: Barfuß über die Frühlingswiese oder am Strand entlang zu laufen, ist wunderbar entspannend. Aber dazu muss man erst mal die sicheren Schuhe beiseite legen.

 

Jesus weiß um das Erschrecken im Leben. Er kennt meine Angst, allein gelassen zu werden. Er sagt ja auch nicht: „Mach dir mal keine Sorgen, ich nehme dir die Angst.“ Sondern er ruft auf, selbst aktiv zu werden und zu glauben. Zu glauben an ihn und Gott. Er spricht dir zu: Versuch es, dein Glaube trägt!

Es ist wie beim Barfußgehen. Selbst aktiv werden gehört dazu. Sich einzulassen darauf, die Schuhe ausziehen und dann los gehen. Sich ein stückweit fallen lassen, um dann erfahren zu können: Ja, mein Glaube an Gott trägt.

Dietrich Bonhoeffer schreibt in Widerstand und Ergebung: „Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.  Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.  Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, al s mit unseren vermeintlichen Guttaten.“

 

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