Monatsspruch Juli 2018

 

           

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!

Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen,

bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!

Hosea 10,12

 

Sicherheit zuerst: Mit diesen Worten lässt sich überschreiben, wie sich die verhalten, die der Prophet Hosea anspricht. Für ihre Zukunft wollen sie gut abgesichert sein – wie die anderen Völker. Deshalb bauen sie sich Altäre und Götzenbilder. Übernehmen Fruchtbarkeitskulte, die Gottheiten wie Baal und Aschera verehren – Gottheiten, die Vegetation, Regen, Gesundheit und Fruchtbarkeit verheißen. So hofft das damalige Israel auf mehr Reichtum und Erfolg. Viel hilft viel: das ist das Sicherheitsprinzip.

 

Darum ist das noch nicht alles. Wie alle anderen Völker will man auch einen König; einen Repräsentanten; einen, der Erfolg bringt, der vorangeht, Macht hat und militärische Kräfte lenkt. Auf diesen König setzt man auch seine Hoffnung. Und verliert dabei aus den Augen, dass man ja den König aller Könige an seiner Seite hat: den Herrn der Geschichte und Herrn der Natur, den Schöpfer und Erhalter, den Fürsorger und Retter.

 

Und der reagiert auf den falschen Weg. Und schickt unter anderem Hosea los, damit er mahnt, dass alle Sicherheiten zerschlagen werden; die Altäre und Götzenbilder zerstört werden; die Könige, die so oft im Inneren als auch außenpolitisch Schaden anrichteten, untergehen werden. Weil alles, was der Höchste bisher unternahm, „verpuffte“; weil die Menschen, die Gott dankbar sein sollten, andere Wege gingen; weil Priester und politische Führer es unterließen, allen die früheren Heilstaten Gottes und seine Weisungen vor Augen zu malen; weil Ungerechtigkeit gesät wurde.

 

Ihr lebt im Wohlstand, aber euer Herz ist falsch, klagt Hosea. Was ist, hat keinen Bestand; ihr seid am Ende; ihr wisst nicht mehr, wo euer Gott ist! Aber Hosea ruft noch etwas: „Pflüget ein Neues“, schlagt ein neues Kapitel auf; es ist noch Zeit; fangt noch einmal neu an, nach dem Höchsten zu fragen. Und Hosea ermutigt: „Säet Gerechtigkeit“.

 

Sich mit Herz, Sinn und Tun auf Gott ausrichten, das ist biblische Gerechtigkeit. Darauf liegt Segen; das gibt Sicherheit. So kann Neues wachsen. Vertraue auf den einzig wahren Gott und verlass dich auf ihn. Lass dich von seinen Maßstäben leiten – gerade in der Gemeinschaft mit anderen, so lautet der Einladungsruf aus dem Hosea-Buch. Dabei geht es um mehr als das Berechnen von „Mein“ und „Dein“. Es soll nicht nur gerecht zugehen, es soll auch in Liebe zugehen. Warum? Weil Gottes Wesen Liebe ist. Und weil Menschen, die tun, was Gott will, – und nicht tun, was sie selber wollen, – anderen gönnen, was sie selber haben. Nicht aus eigener Kraft haben, sondern als Gabe Gottes. Leben mit Gott ist eine immerwährende Antwort aus Dank: Andere sollen von meiner Liebe haben, wie ich sie von Gott bekomme. Er segnet das!

 

Edzard van der Laan

 

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